Fragen zum Thema Penis

Der Penis ist ein zentrales männliches Geschlechtsorgan, das sowohl der Fortpflanzung als auch der Ausscheidung von Urin dient. Anatomisch gliedert er sich in die Peniswurzel (Radix), den Penisschaft (Corpus) und die Eichel (Glans). Im Inneren befinden sich zwei Schwellkörper (Corpora cavernosa) und ein Harnröhrenschwellkörper (Corpus spongiosum), die bei sexueller Erregung mit Blut gefüllt werden und so eine Erektion ermöglichen. Die Harnröhre verläuft durch den Penisschaft und mündet an der Spitze der Eichel, wodurch sowohl Urin als auch Samenflüssigkeit ausgeschieden werden. Häufige Erkrankungen des Penis umfassen die erektile Dysfunktion, bei der keine ausreichende Erektion erreicht oder aufrechterhalten werden kann, sowie die Phimose, eine Verengung der Vorhaut, die das Zurückziehen über die Eichel erschwert. Regelmäßige urologische Untersuchungen sind wichtig, um die Gesundheit des Penis zu überwachen und mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Viele Männer sorgen sich um die Größe ihres Penis. Die durchschnittliche Länge im erigierten Zustand liegt bei 12–16 cm. Wenn die Größe deutlich kleiner ist und Unbehagen oder Probleme im Sexualleben verursacht, gibt es Korrekturmöglichkeiten wie chirurgische Eingriffe oder die Verwendung von Extendern. Es ist jedoch wichtig, dies mit einem Arzt zu besprechen, um die Notwendigkeit einer Behandlung zu bestimmen.

Obwohl der Penis keinen Knochen hat, kann es zu einem sogenannten "Bruch" kommen, bei dem die weiße Membran der Kavernenkörper bei einer Verletzung während einer Erektion reißt. Dies wird oft von einem charakteristischen Knacken, Schmerzen und Schwellungen begleitet. In diesem Fall ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Eine Krümmung des Penis (Morbus Peyronie) kann zu Beschwerden oder Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr führen. Die Behandlung hängt vom Schweregrad der Krümmung und den begleitenden Symptomen ab. Ein Urologe wird den Zustand bewerten und mögliche Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Nein, die Schuhgröße hat keinen Einfluss auf die Größe des Penis. Dies ist ein weit verbreiteter Mythos, der wissenschaftlich nicht belegt ist. Die Penisgröße wird hauptsächlich durch genetische Faktoren bestimmt und steht in keinem Zusammenhang mit der Körpergröße, der Handgröße oder anderen äußeren Merkmalen.

Die Wirksamkeit von Übungen oder Cremes zur Vergrößerung des Penis ist nicht wissenschaftlich belegt. Mechanische Methoden wie Vakuumpumpen oder Extender können temporäre Effekte haben, während chirurgische Eingriffe dauerhafte Veränderungen bewirken können. Allerdings sind Operationen mit Risiken verbunden und sollten gut überlegt sein.

Ja, mit zunehmendem Alter können sich Länge und Umfang des Penis leicht verändern. Dies liegt an natürlichen hormonellen Veränderungen, dem Verlust von Muskelmasse und der Elastizität des Gewebes. Auch die Durchblutung nimmt ab, was die Erektionsfähigkeit beeinflussen kann. Ein gesunder Lebensstil kann helfen, diesen Prozess zu verlangsamen.

Ein Piercing am Penis kann die Empfindlichkeit und das sexuelle Erleben sowohl für den Träger als auch für den Partner beeinflussen. Einige Menschen berichten von gesteigerter Lust, während andere Unbehagen oder Schmerzen empfinden. Es ist wichtig, das Piercing professionell stechen zu lassen, um Infektionen oder Komplikationen zu vermeiden, und die Heilungszeit einzuhalten, bevor man wieder Sex hat.

Die Länge des Penis spielt eine geringere Rolle für das sexuelle Vergnügen als oft angenommen. Die meisten empfindlichen Nervenenden in der Vagina befinden sich im vorderen Drittel, sodass die Technik und das Einfühlungsvermögen des Partners wichtiger sind als die Größe. Für manche Stellungen kann die Länge allerdings eine Rolle spielen.

Unbeschnittene Männer haben oft eine höhere Empfindlichkeit, da die Vorhaut viele Nerven enthält. Beschnittene Männer berichten teilweise von weniger Empfindlichkeit, was aber nicht unbedingt zu weniger Genuss führt. Für den Partner kann die Reibung unterschiedlich sein, je nachdem, ob eine Vorhaut vorhanden ist oder nicht. Letztlich hängt das Empfinden stark von individuellen Vorlieben ab.

Ja, eine übermäßige oder aggressive Stimulation kann zu Empfindlichkeitsverlust, Mikroverletzungen oder sogar Nervenreizungen führen. Besonders häufig tritt dieses Problem bei exzessiver Masturbation oder dem Einsatz von extremem Druck auf. Falls nach längerer Zeit eine Taubheit oder reduzierte Sensibilität auftritt, sollte ein Urologe aufgesucht werden.

Frenulotomie

Die Frenulotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein verkürztes Bändchen (Frenulum) durchtrennt wird, um die Beweglichkeit des verbundenen Organs zu verbessern.

Urologenzentrum Wien - Peniskarzinom, Person zeigt Anzeichen von Unbehagen.

Peniskarzinom

Peniskarzinom, auch Peniskrebs genannt, ist eine seltene, aber ernsthafte Form von Krebs, die die Haut oder das Gewebe des Penis betrifft.