Fragen zum Thema Vasektomie
Eine Vasektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Sterilisation des Mannes oder zur dauerhaften Empfängnisverhütung. Dabei werden die Samenleiter, die Samenleiter, die die Spermien von den Hoden zur Harnröhre befördern, durchtrennt oder blockiert..
Während der Vasektomie wird der Bereich mit örtlicher Betäubung betäubt, sodass Sie keine Schmerzen verspüren sollten. Nach dem Eingriff treten häufig Beschwerden und Schwellungen auf, die jedoch mit Schmerzmitteln und Eisbeuteln behandelt werden können.
Die Vasektomie ist ein sicherer Eingriff, birgt jedoch wie jede Operation einige Risiken. Dazu gehören Infektionen, Blutungen, Hämatome (Blutansammlung) und chronische Schmerzen. Allerdings sind schwerwiegende Komplikationen selten..
Während die Vasektomie als dauerhafte Form der Empfängnisverhütung gilt, ist es möglich, den Eingriff durch eine Umkehrung der Vasektomie rückgängig zu machen. Der Erfolg der Umkehrung hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Zeitspanne seit der Vasektomie und der Fruchtbarkeit des Individuums.
Die meisten Männer können innerhalb weniger Tage nach einer Vasektomie ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen. Es wird jedoch empfohlen, etwa eine Woche lang schweres Heben und anstrengende Übungen zu vermeiden, um eine ordnungsgemäße Heilung zu ermöglichen..
Eine Vasektomie beeinträchtigt weder die Sexualfunktion noch die Libido. Es verhindert nur die Freisetzung von Spermien während der Ejakulation, aber das Gefühl und die Lust beim Sex bleiben gleich..
Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durch einen kleinen Eingriff unterbrochen. Die Spermazellen, die in den Hoden gebildet werden, können daher nicht mehr mit den Sekreten aus der Prostata und den Samenbläschen, die das eigentliche Ejakulat bilden, vermengt werden. Das Ejakulat ist daher nach einer Vasektomie spermienfrei.
Hier kann der erfahrene Urologe mit einem ganz klaren NEIN antworten. Im Gegenteil. In einer erst kürzlich durchgeführten Studie im Urologenzentrum Wien wurde festgestellt, dass sich das männliche Körperbild („die Männlichkeit“) nach dem Eingriff nicht ändert, sondern in einigen Domänen sogar verbessert.
Die Vasektomie in der “no scalpel“ Methode ist ein sehr komplikationsarmer Eingriff. Wie bei jedem Eingriff kann es postoperativ zu Wundinfektionen, Blutergüssen und Schmerzen kommen. Wenn die Vasektomie mit der "no scalpel" von einem erfahrenen Urologen vorgenommen wird, liegt die Anzahl der Patienten mit den angeführten postoperativen Beschwerden in der Regel unterhalb von 2%.
Diese Frage kann man mittlerweile eindeutig mit NEIN beantworten.
Vieles wurde schon erprobt, wie die „Pille für den Mann“, oder ein Gel für den Samenleiter. Leider hat keine der Methoden den gewünschten Erfolg gezeigt. Deshalb ist die Vasektomie heute die sicherste Empfängnis-Verhütung für den Mann mit abgeschlossenem Kinderwunsch.
Bei einer Frau ist die Sterilisation eine aufwendige Operation in Vollnarkose. Es können in seltenen Fällen sogar Störungen in der Hormonproduktion der Eierstöcke auftreten, ebenso wird gelegentlich eine Fehlfunktion der Eierstöcke, verbunden mit einem vorzeitigen Beginn der Wechseljahre (Menopause), beobachtet. Die Vasektomie beim Mann ist hingegen nur ein kleiner ambulanter Eingriff von 15 Minuten - und hormonell gibt es keinerlei Veränderungen.
Wie bei jeder Verhütungsmethode gibt es keine 100%-ige Sicherheit. Die Vasektomie ist aber viel sicherer als die Spirale, Pille oder Eileiterunterbindung. Die spontane "Rekanalisation" (Zusammenwachsen) der Samenleiter kommt in 1:2000 Fällen vor, lässt sich aber oft durch die nach dem Eingriff vorgesehenen Samenproben, 3 Monate nach der Vasektomie, rechtzeitig erkennen. Daher ist die Vasektomie die einzige Verhütungsmethode, bei der man den Erfolg überprüfen kann.
Da nur die Samenleiter durchtrennt werden, bleibt der Sexualhormonhaushalt, die Erektions- und die Ejakulationsfähigkeit nach einer Vasektomie weiterhin unverändert.
Ja, es ist möglich nach einer Vasektomie Samen zu punktieren und künstlich zu befruchten. Das bedeutet jedoch für die Partnerin eine hohe Belastung, da dazu Eizellen entnommen und künstlich befruchtet werden müssen.
Die Vasektomie kann zu jedem Zeitpunkt wieder rückgängig gemacht werden, je früher dies passiert, desto höher ist die Aussicht auf Erfolg. Es gibt dabei jedoch keine 100% Erfolgs-Garantie. Nach 10-20 Jahren sinkt die Erfolgsaussicht beträchtlich, dies hängt aber auch mit dem fortgeschrittenen Alter zusammen.
Für besonders empfindliche Männer kann die Vasektomie auch in Kurznarkose durchgeführt werden. Dazu kommt ein Anästhesist, der eine Sedoanalgesie durchführt. Das heißt, man schläft und spürt nichts vom Eingriff, kann aber selbständig atmen. Eine Beatmung wie bei einer Vollnarkose ist daher nicht notwendig.
NEIN! Eine Vasektomie schützt nicht vor übertragbaren Krankheiten. Sie dient ausschließlich der sicheren Empfängnisverhütung.
Nein, der Hormonhaushalt Des Mannes wird durch eine Vasektomie in keiner Weise negativ beeinflusst.
Hier kann der erfahrene Urologe mit einem ganz klaren NEIN antworten. Im Gegenteil haben jüngste Untersuchungen gezeigt, dass die sexuelle Zufriedenheit bei Männern UND Frauen nach der Vasektomie sogar ansteigt. Auf Grund solcher falschen Befürchtungen und negativen Mythen haben viele Männer leider immer noch unbegründet Angst vor einer Vasektomie.
Bei der „no scalpel“ Methode wird durch eine kleine Öffnung in der Haut am Hodensack der Samenleiter durchtrennt, unterbunden und die Enden "koaguliert" (verschlossen). Um eine noch höhere Sicherheit zu erreichen, vernäht der erfahrene Urologe immer Bindegewebe zwischen beide Enden, damit diese nicht wieder zusammenfinden. Für beide Seiten benötigt ein erfahrener Urologe dafür weniger als 15 Minuten.
Die Leistung der Sterilisation ist in Österreich nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Auch Privatversicherte müssen in der Regel die Sterilisationskosten selbst tragen. Die notwendige urologische Voruntersuchung kann jedoch als männliche Vorsorgeuntersuchung über das Stecken der E-Card oder mit einer privaten Krankenversicherung abgerechnet werden. Im Urologenzentrum Wien kostet die Vasektomie 890 Euro, darin enthalten sind das Aufklärungsgespräch, die Prämedikation und der Eingriff selber. Für die notwendigen Spermiogramme im Rahmen der Vasektomie sind für das 1. Spermiogramm in der 12. Woche 90,00 Euro zu bezahlen.
Der Nebenhoden ist ein Speicherorgan für Samenzellen - wenn dieser Speicher gefüllt ist, werden die überzähligen Samenzellen dort wieder abgebaut. Dies geschieht für den Patienten unbemerkt und schmerzfrei.
Wenn der Eingriff mit örtlicher Betäubung durchgeführt wird, muss man nicht nüchtern sein. Sollte die Vasektomie in Kurznarkose gewünscht sein, sollte man 5 Stunden vorher nichts mehr Essen.
Nach dem Eingriff wird empfohlen für 5 Tage keine Samenergüsse zu haben, um eine gute Verheilung der Samenleiter zu ermöglichen. Danach sollten sollte der Mann so viele Samenergüsse wie möglich haben. Der Urologe verordnet nach der Vasektomie sozusagen "Sex".
Ja, die sogenannte "Kryokonservierung" ist sicherlich eine gute Idee für all jene Männer, die auf Nummer Sicher gehen wollen und auch nach Abschluss des Kinderwunsches noch eine sichere Karte in der Tasche haben möchten.
Eine Dusche sowie eine Rasur des Hodensacks wird aus hygienischen Gründen vor der Operation immer empfohlen.
Sie können nach der Vasektomie sofort wieder arbeiten, nur das Heben schwerer Lasten sollte für 5 Tage unterbleiben. Tatsächlich hat Dr. Huber im Urologenzentrum Wien einige Patienten, die aus dem Büro kommen, die Vasektomie durchführen lassen, und gleich danach wieder ins Büro fahren.
Durch die lokale Betäubung der Haut des Hodensacks, die mit einer sehr dünnen Nadel durchgeführt wird, ist der Eingriff weitestgehend schmerzfrei. Dr. Huber im Urologenzentrum Wien verwendet dazu ein Betäubungsmittel, das innerhalb von 10 Sekunden zur vollständigen Schmerzfreiheit führt.
Wenn bei einem Mann noch ein Kinderwunsch besteht, ist die Vasektomie nicht als Verhütungsmethode geeignet. Dann ist davon abzuraten.
Eine Vasektomie wird Männern mit abgeschlossenem Kinderwunsch zur sicheren Empfängnisverhütung empfohlen. In Österreich ist die Vasektomie für Männer ab 25 Jahren gesetzlich erlaubt und wird daher von Urologen nicht vorher vorgenommen. Zu Beginn steht ein Vorgespräch und eine Voruntersuchung, bei dem Sie über den weiteren Ablauf informiert werden. Danach wird ein Termin vereinbart, an dem die Vasektomie durchgeführt wird. 3 Monate nach der Vasektomie werden im Abstand von ein bis zwei Wochen Ejakulatsproben auf eventuell noch vorhandene Spermien getestet. Wenn in diesen Proben keine Spermien mehr gefunden werden, kann die Vasektomie als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden.
Etwa 12 Wochen nach dem Eingriff werden im Abstand von zwei Wochen aufeinander folgend Ejakulatproben abgegeben. Sind bei der Entnahme keine Samenzellen mehr enthalten, steht einem unbeschwerten Sexualleben in der Partnerschaft nichts mehr im Wege.
Die Vasektomie ist die sicherste aller Verhütungsmethoden. Sie ist sicherer als die Verwendung eines Kondoms, sicherer als die Pille der bei der Frau und sicherer als die Sterilisation bei einer Frau.
Nein, mit der modernen "No Scalpell" bzw. "non invasive" Methode führt ein guter Urologe die Prozedur in seiner Ordination schmerzfrei in etwa 15 Minuten durch.

Spermiogramm
Die abnehmende Spermienqualität („Spermageddon“) führt oft zu Unfruchtbarkeit. Ein Spermiogramm hilft, die männliche Fruchtbarkeit zu beurteilen.