Urologenzentrum Wien - Belastungsinkontinenz bei einer Person, Beschwerden der Blase.

Belastungsinkontinenz

Belastungsinkontinenz, auch als Stressinkontinenz bekannt, ist eine Form der Harninkontinenz, bei der es zu ungewolltem Harnverlust bei körperlicher Anstrengung, wie Husten, Niesen, Lachen oder Heben von schweren Gegenständen, kommt. Diese Form der Inkontinenz tritt auf, wenn der Druck im Bauchraum ansteigt und die Blasenmuskulatur oder der Schließmuskel der Harnröhre nicht stark genug ist, um den Harn zu halten.

Ursachen von Belastungsinkontinenz

Belastungsinkontinenz wird häufig durch eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur oder des Harnröhrenschließmuskels verursacht. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, darunter:

  • Schwangerschaft und Geburt, die den Beckenboden schwächen
  • Hormonelle Veränderungen, insbesondere nach der Menopause
  • Chirurgische Eingriffe im Beckenbereich, die die Muskeln oder Nerven schädigen
  • Übergewicht, das den Druck auf die Blase erhöht

Symptome von Belastungsinkontinenz

  • Ungewollter Harnverlust bei körperlicher Anstrengung, wie Husten, Niesen, Lachen oder Sport
  • Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung
  • Möglicherweise häufiger Harndrang, insbesondere bei Aktivitäten, die den Druck im Bauchraum erhöhen

Diagnose von Belastungsinkontinenz

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und eine Anamnese, bei der der Arzt Fragen zu den Symptomen und möglichen Auslösern stellt. In einigen Fällen wird eine urodynamische Untersuchung durchgeführt, um die Funktionsweise der Blase und der Harnröhre zu beurteilen. Auch eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) kann hilfreich sein, um andere Ursachen für die Inkontinenz auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Belastungsinkontinenz

  • Beckenbodentraining: Regelmäßige Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur sind oft die erste Behandlungsmaßnahme bei Belastungsinkontinenz. Diese Übungen können die Muskeln um die Blase und Harnröhre stärken und die Kontrolle über den Harnfluss verbessern.
  • Medikamentöse Therapie: In einigen Fällen können Medikamente eingesetzt werden, die den Schließmuskel der Harnröhre stärken oder die Blase entspannen.
  • Operative Eingriffe: Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können chirurgische Eingriffe wie die Einlage eines Bandes (Schlinge) zur Unterstützung der Harnröhre in Betracht gezogen werden. Dies hilft, den Druck auf die Harnröhre zu verringern und den Harnverlust zu reduzieren.

Präventionsmaßnahmen bei Belastungsinkontinenz

Zur Vorbeugung von Belastungsinkontinenz ist es wichtig, die Beckenbodenmuskulatur durch gezielte Übungen zu stärken, insbesondere nach einer Schwangerschaft oder Operationen im Beckenbereich. Auch die Kontrolle des Körpergewichts und der Verzicht auf schwere körperliche Belastungen können helfen, das Risiko einer Belastungsinkontinenz zu verringern.


Häufige Patientenfragen zur Belastungsinkontinenz

Eine Belastungsinkontinenz ist der unwillkürliche Urinverlust bei körperlicher Anstrengung wie Husten, Niesen, Lachen oder Heben schwerer Gegenstände.

Häufige Ursachen sind eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, hormonelle Veränderungen, Übergewicht oder Geburten.

Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Urinuntersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Ultraschall.

Behandlungsmöglichkeiten umfassen Beckenbodentraining, medikamentöse Therapie, operative Eingriffe wie das Einsetzen eines Schlingensystems und die Verwendung von Inkontinenzhilfsmitteln.

Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durch gezielte Übungen kann helfen, einer Belastungsinkontinenz vorzubeugen.

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