Urologenzentrum Wien - Blasensteine bei einer Person, Steine nach Entfernung aus der Blase.

Blasensteine

Blasensteine, auch Vesikolithiasis genannt, sind feste Ablagerungen von Mineralien und Salzen, die sich in der Blase bilden. Diese Steine können verschiedene Größen haben und zu unterschiedlichen Beschwerden führen.

Ursachen von Blasensteinen

Blasensteine entstehen hauptsächlich durch unvollständige Entleerung der Blase, was zur Konzentration von Mineralien im Urin führt. Häufige Ursachen sind Harnwegsinfektionen, eine vergrößerte Prostata, Blasenkatheter, neurogene Blasenfunktionsstörungen, Blasenentzündungen und Fremdkörper in der Blase.

Symptome von Blasensteinen

  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Unterbrechung des Harnstrahls
  • Trüber oder übelriechender Urin

Diagnose von Blasensteinen

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder Computertomographie (CT). Eine Urinanalyse wird durchgeführt, um Anzeichen von Infektionen oder Blut im Urin zu erkennen. In manchen Fällen kann eine Zystoskopie (endoskopische Untersuchung der Blase) notwendig sein, um die Steine direkt zu visualisieren.

Behandlungsmöglichkeiten bei Blasensteinen

  • Konservativ: Kleine Blasensteine können oft durch vermehrtes Trinken und häufiges Wasserlassen ausgeschieden werden. 
  • Medikamentös: Schmerzmittel und Medikamente zur Behandlung von Infektionen können verschrieben werden. 
  • Operativ: Größere Steine können eine endoskopische Entfernung (Zystolitholapaxie) oder eine Lithotripsie (Zertrümmerung der Steine mittels Stoßwellen) erfordern. In seltenen Fällen kann eine offene Operation notwendig sein, um die Steine zu entfernen.

Präventionsmaßnahmen bei Blasensteinen

Zur Prävention von Blasensteinen sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um die Blase regelmäßig zu entleeren. Eine ausgewogene Ernährung, die die Ansammlung von Mineralien im Urin reduziert, ist ebenfalls wichtig. Die Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen wie Prostatavergrößerung oder Blasenentleerungsstörungen kann helfen, das Risiko der Steinbildung zu verringern.


Häufige Patientenfragen zu Blasensteinen

Kleine Blasensteine können manchmal durch vermehrtes Trinken und häufiges Wasserlassen von selbst ausgeschieden werden.

Blasensteine können unbehandelt zu Infektionen, Schäden der Blasenwand oder in seltenen Fällen zu einer Verstopfung der Harnröhre führen.

Die Entfernung erfolgt häufig durch eine Zystoskopie bei der die Steine endoskopisch zertrümmert und entfernt werden.

Ja eine Ernährung mit hohem Anteil an Oxalaten oder Purinen kann das Risiko erhöhen.

Ja chronische Erkrankungen wie Diabetes oder neurologische Blasenfunktionsstörungen können die Bildung von Blasensteinen begünstigen.

Blasentagebuch

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