
Blasentumor
Ursachen des Blasentumors
Die Hauptursache für Blasenkrebs ist langjähriges Rauchen, da die im Zigarettenrauch enthaltenen krebserregenden Stoffe über die Nieren ausgeschieden und in der Blase konzentriert werden, wo sie das Gewebe schädigen können. Weitere Risikofaktoren sind berufliche Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien (z.B. in der Textil- und Farbindustrie), chronische Harnwegsinfektionen, Blasensteine, Dauerkatheter und bestimmte Medikamente wie Cyclophosphamid. Genetische Veranlagungen und das zunehmende Alter erhöhen ebenfalls das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken.
Symptome des Blasentumors
- Blut im Urin (Hämaturie): Häufigstes Symptom, meist schmerzlos.
- Häufiger Harndrang und Schmerzen: Besonders beim Wasserlassen.
- Druckgefühl im Unterbauch: In fortgeschrittenen Stadien.
- Allgemeines Unwohlsein: Schmerzen im unteren Rücken oder Beckenbereich können ebenfalls auftreten.
Diagnose des Blasentumors
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Blasenspiegelung (Zystoskopie), bei der ein Endoskop durch die Harnröhre in die Blase eingeführt wird, um das Blasengewebe zu untersuchen. Weitere diagnostische Methoden umfassen die Urinuntersuchung auf Blut und Krebszellen, Ultraschall, CT oder MRT zur Bestimmung des Tumorstadiums. Gewebeproben (Biopsien) werden oft zur Bestätigung der Diagnose entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.
Behandlungsmöglichkeiten bei Blasentumor
Konservativ: In frühen Stadien kann der Tumor endoskopisch entfernt werden (Transurethrale Resektion der Blase, TURB). Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig, da Blasenkrebs häufig wieder auftritt.
Medikamentös: Intravesikale Therapie mit Chemotherapie oder Immuntherapie kann eingesetzt werden, um verbleibende Krebszellen zu bekämpfen und Rezidive zu verhindern.
Operativ: Bei fortgeschrittenen Fällen kann eine Zystektomie (vollständige Entfernung der Blase) notwendig sein. Eine neue Harnblase (Neoblase) kann aus einem Stück Darm konstruiert werden.
Strahlentherapie: Wird oft in Kombination mit Chemotherapie angewendet, um Tumorzellen zu zerstören und das Tumorwachstum zu kontrollieren.
Präventionsmaßnahmen bei Blasentumor
Rauchen zu vermeiden ist die effektivste Präventionsmaßnahme gegen Blasenkrebs. Zudem sollten Personen, die beruflich krebserregenden Chemikalien ausgesetzt sind, Schutzmaßnahmen ergreifen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Häufige Patientenfragen zum Blasentumor
Rauchen, chronische Harnwegsinfektionen und der Kontakt mit bestimmten Chemikalien können das Risiko erhöhen.
Durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Zystoskopie und Urinuntersuchungen.
Abhängig vom Stadium: operative Entfernung, Chemotherapie oder Immuntherapie.
Blasentumore haben eine hohe Rückfallquote; regelmäßige Nachsorge ist daher wichtig.
Ja, in fortgeschrittenen Stadien kann er in andere Organe streuen.
Blasentagebuch
Für eine präzise Diagnose empfehlen wir das Ausfüllen eines Blasentagebuchs über 24 Stunden. Laden Sie hier das PDF herunter und dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen: