Urologenzentrum Wien - Condylome: Frau mit Verdacht auf Condylome in einer medizinischen Untersuchungssituation.

Condylome

Condylome, auch als Feigwarzen oder Genitalwarzen bekannt, sind gutartige Wucherungen der Haut und Schleimhäute im Genital- oder Analbereich. Sie werden durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht, insbesondere durch die HPV-Typen 6 und 11, die für etwa 90% der Fälle verantwortlich sind. Genitalwarzen sind eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und betreffen sowohl Männer als auch Frauen.

Ursachen von Condylomen

Condylome werden durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt während des vaginalen, oralen oder analen Geschlechtsverkehrs mit einer infizierten Person. HPV kann auch durch Berührungen der infizierten Hautpartien übertragen werden, selbst wenn keine sichtbaren Warzen vorhanden sind.

Symptome von Condylomen

  • Kleine, fleischfarbene oder graue Wucherungen im Genital- oder Analbereich
  • Juckreiz oder Brennen in den betroffenen Bereichen
  • Warzen können einzeln oder in Gruppen auftreten und manchmal eine blumenkohlartige Struktur bilden
  • In einigen Fällen verursachen die Warzen keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt
  • Blutungen oder Schmerzen können bei Reibung oder beim Geschlechtsverkehr auftreten

Diagnose von Condylomen

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine visuelle Inspektion der betroffenen Bereiche. In einigen Fällen kann der Arzt eine Biopsie der Warzen vornehmen, um die Diagnose zu bestätigen und andere Erkrankungen auszuschließen. Frauen können zusätzlich einen Pap-Abstrich erhalten, um nach Anzeichen einer HPV-Infektion im Gebärmutterhals zu suchen. In seltenen Fällen wird ein HPV-Test durchgeführt, um den genauen Virustyp zu bestimmen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Condylomen

  • Topische Medikamente: Es gibt verschreibungspflichtige Cremes oder Lösungen wie Imiquimod oder Podophyllotoxin, die direkt auf die Warzen aufgetragen werden, um sie zu beseitigen.
  • Chirurgische Entfernung: In schwereren Fällen oder wenn die Warzen nicht auf Medikamente ansprechen, können sie chirurgisch entfernt werden. Dazu gehören Kryotherapie (Einfrieren der Warzen), Lasertherapie oder Elektrokoagulation (Verbrennen der Warzen).
  • Immunmodulatoren: Medikamente, die das Immunsystem stärken, können helfen, die Viren zu bekämpfen und das Wiederauftreten der Warzen zu verhindern.

Präventionsmaßnahmen bei Condylomen

Der beste Schutz vor Condylomen ist die Impfung gegen HPV, die gegen die häufigsten HPV-Typen (einschließlich derer, die Condylome verursachen) schützt. Kondome bieten zwar einen gewissen Schutz, verhindern aber nicht vollständig die Übertragung, da HPV auch durch Kontakt mit nicht vom Kondom bedeckten Hautbereichen übertragen werden kann. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen und frühzeitige Behandlung von HPV-Infektionen können ebenfalls helfen, das Risiko von Genitalwarzen zu verringern.


Häufige Patientenfragen zu Condylomen

Nein, subklinische Condylome können unsichtbar sein und nur durch spezielle Tests wie Essigsäure sichtbar gemacht werden.

Das Virus kann jahrelang im Körper verbleiben auch wenn keine sichtbaren Symptome auftreten.

Ja, bei vaginalen Geburten können Condylome auf das Neugeborene übertragen werden was selten zu Atemwegserkrankungen führt.

Ein geschwächtes Immunsystem erhöht die Wahrscheinlichkeit dass sich Condylome entwickeln oder erneut auftreten.

Ja, jedoch besteht die Möglichkeit dass sie zurückkehren wenn das HPV-Virus im Körper aktiv bleibt.

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