Urologenzentrum Wien - Harnröhrenkarunkel bei einer Person, Darstellung des Harnleiters und der Blase.

Harnröhrenkarunkel

Eine Harnröhrenkarunkel ist eine gutartige, meist schmerzlose Wucherung der Harnröhrenöffnung, die vor allem bei postmenopausalen Frauen auftritt. Diese kleine, weiche Gewebewucherung kann in einigen Fällen Beschwerden verursachen, besonders beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr. Obwohl Harnröhrenkarunkel meist harmlos sind, sollten sie von einem Arzt untersucht werden, um schwerwiegendere Erkrankungen auszuschließen.

Ursachen von Harnröhrenkarunkel

Harnröhrenkarunkel entstehen in der Regel durch eine Kombination aus hormonellen Veränderungen und Entzündungen. Sie treten häufig bei Frauen nach der Menopause auf, wenn der Östrogenspiegel sinkt und die Schleimhäute der Harnwege dünner und anfälliger für Reizungen werden. Zusätzlich können chronische Entzündungen oder Infektionen zur Entwicklung dieser Wucherungen beitragen.

Symptome von Harnröhrenkarunkel

  • Eine kleine, weiche Wucherung an der Harnröhrenöffnung
  • Beschwerden oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • Leichte Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder beim Abwischen
  • In seltenen Fällen Brennen oder Jucken in der Harnröhrenregion

Diagnose von Harnröhrenkarunkel

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung des betroffenen Bereichs. In den meisten Fällen ist die Harnröhrenkarunkel visuell erkennbar. Zur Abklärung möglicher anderer Erkrankungen oder Infektionen können zusätzliche Tests, wie z.B. eine Urinuntersuchung, durchgeführt werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Harnröhrenkarunkel

  • Konservative Behandlung: Die meisten Harnröhrenkarunkel erfordern keine Behandlung, sofern sie keine Beschwerden verursachen. Lokale Östrogencremes können verwendet werden, um die Schleimhäute zu stärken und Entzündungen zu lindern.
  • Chirurgische Entfernung: In Fällen, in denen die Karunkel Beschwerden verursacht oder blutet, kann eine chirurgische Entfernung in Erwägung gezogen werden. Dieser Eingriff ist in der Regel minimalinvasiv und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Präventionsmaßnahmen bei Harnröhrenkarunkel

Da Harnröhrenkarunkel häufig mit hormonellen Veränderungen und Entzündungen zusammenhängen, kann eine frühzeitige Behandlung von hormonellen Ungleichgewichten, z.B. durch Östrogenersatztherapie, das Risiko einer Karunkelbildung verringern. Eine gute Intimhygiene und der Schutz vor chronischen Entzündungen tragen ebenfalls zur Prävention bei.

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