Urologenzentrum Wien - Harnröhrenstriktur bei einer Person, Verengung der Harnröhre beim Wasserlassen.

Harnröhrenstriktur

Eine Harnröhrenstriktur, auch Harnröhrenenge genannt, ist eine Verengung der Harnröhre, die den normalen Harnfluss behindert. Diese Erkrankung kann durch Narbengewebe entstehen, das sich in der Harnröhre nach einer Verletzung, Infektion oder aufgrund anderer medizinischer Eingriffe bildet. Harnröhrenstrikturen betreffen häufiger Männer als Frauen aufgrund der längeren Harnröhre bei Männern.

Ursachen von Harnröhrenstriktur

  • Verletzungen der Harnröhre durch Katheter oder chirurgische Eingriffe
  • Chronische Harnwegsinfektionen oder sexuell übertragbare Krankheiten
  • Traumata im Beckenbereich
  • Wiederholte Entzündungen der Harnröhre (Urethritis)

Symptome von Harnröhrenstriktur

  • Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung
  • Häufige Harnwegsinfektionen

Diagnose von Harnröhrenstriktur

Die Diagnose einer Harnröhrenstriktur erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und diagnostischen Tests. Die Uroflowmetrie, eine Urinflussmessung, wird eingesetzt, um die Stärke des Harnstrahls zu bewerten. In einigen Fällen wird eine Zystoskopie durchgeführt, um die Harnröhre und Blase zu untersuchen. Eine retrograde Urethrographie mit Kontrastmittel hilft, die genaue Stelle der Verengung zu bestimmen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Harnröhrenstriktur

  • Dilatation: Mechanische Erweiterung der Harnröhre, die in leichten Fällen eingesetzt wird, jedoch wiederholte Eingriffe erfordern kann
  • Endoskopische Urethrotomie: Ein chirurgischer Eingriff zur Durchtrennung oder Entfernung des verengten Bereichs der Harnröhre
  • Rekonstruktive Chirurgie: In schweren Fällen kann eine umfassende rekonstruktive Operation erforderlich sein, um den verengten Bereich dauerhaft zu beheben

Präventionsmaßnahmen bei Harnröhrenstriktur

Um das Risiko einer Harnröhrenstriktur zu verringern, ist es wichtig, bei medizinischen Eingriffen wie Katheterisierungen Vorsicht walten zu lassen. Eine frühzeitige und angemessene Behandlung von Harnwegsinfektionen kann ebenfalls helfen, das Risiko einer Striktur zu minimieren.


Häufige Patientenfragen zur Harnröhrenstriktur

Harnröhrenstrikturen können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, darunter Verletzungen, Entzündungen (z. B. durch Harnwegsinfektionen oder Geschlechtskrankheiten), Narbenbildung nach Operationen oder Strahlentherapie sowie angeborene Fehlbildungen. Auch chronische Reizungen oder wiederholte Katheterisierungen können zur Entwicklung einer Striktur führen.

Die Diagnose einer Harnröhrenstriktur erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren. Zu den gängigen Methoden gehören die Urethroskopie, bei der ein dünnes, flexibles Rohr in die Harnröhre eingeführt wird, sowie bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln.

Die Behandlungsoptionen für eine Harnröhrenstriktur umfassen die Urethrotomie, bei der die Striktur chirurgisch eröffnet wird, und die Urethraldehnung, bei der die Harnröhre sanft gedehnt wird. In schwereren Fällen kann auch eine Urethraplastik erforderlich sein, bei der die betroffene Stelle entfernt und durch gesundes Gewebe ersetzt wird.

In einigen Fällen kann eine Harnröhrenstriktur zunächst ohne Operation behandelt werden, insbesondere wenn die Striktur mild ist. Hierbei kommen Methoden wie die regelmäßige Dehnung der Harnröhre (z. B. durch einen Katheter) oder medikamentöse Behandlungen zur Anwendung. Langfristig ist jedoch eine chirurgische Intervention oft notwendig, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen.

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