Harntest auf sexuell übertragbare Erkrankungen

Ein Harntest auf sexuell übertragbare Erkrankungen (STIs) ist eine einfache und nicht-invasive Methode zur Diagnose bestimmter Infektionen wie Chlamydien und Gonorrhoe. Der Test ermöglicht die Erkennung von bakteriellen Erregern durch den Nachweis ihrer DNA oder anderer spezifischer Marker im Urin. Er wird häufig als Alternative oder Ergänzung zu anderen diagnostischen Verfahren verwendet und bietet eine schnelle und zuverlässige Möglichkeit, Infektionen festzustellen.

Wann sollte ein Harntest auf STIs durchgeführt werden?

Ein Harntest wird in folgenden Situationen empfohlen:

  • Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, insbesondere mit neuen oder wechselnden Partnern
  • Bei Symptomen wie Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss oder Schmerzen im Unterbauch
  • Im Rahmen einer Routineuntersuchung bei Personen mit erhöhtem Risiko, wie z. B. bei häufig wechselnden Sexualpartnern
  • Nach einem positiven STI-Test bei einem Sexualpartner
  • Zur Kontrolle nach einer abgeschlossenen Behandlung von Chlamydien oder Gonorrhoe

Was Sie vor einem Harntest beachten müssen

Vor der Durchführung eines Harntests sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Erster Morgenurin: Es wird empfohlen, den ersten Urin des Tages zu verwenden, da dieser die höchste Konzentration von Erregern enthält.
  • Vermeidung von Wasserlassen: Sie sollten 1–2 Stunden vor dem Test nicht urinieren, um die Genauigkeit des Ergebnisses zu erhöhen.
  • Keine Reinigung vor der Probe: Vermeiden Sie es, die Genitalregion unmittelbar vor der Urinabgabe zu reinigen, um das Testergebnis nicht zu verfälschen.

Durchführung des Harntests

Der Harntest erfolgt in wenigen Schritten:

  1. Urinabgabe: Der Patient gibt eine kleine Menge Urin in einen dafür vorgesehenen Behälter ab. Es wird in der Regel der erste Strahl des Urins verwendet.
  2. Laboranalyse: Die Urinprobe wird auf spezifische Marker für STI-Erreger untersucht, häufig durch molekulare Tests wie PCR (Polymerase-Kettenreaktion).
  3. Ergebnisauswertung: Die Analyse liefert genaue Informationen über das Vorhandensein von Infektionserregern. Die Ergebnisse stehen meist innerhalb weniger Tage zur Verfügung.

Nachbesprechung und Beratung

Nach dem Harntest bespricht der Arzt die Ergebnisse und gibt entsprechende Empfehlungen:

  • Negatives Testergebnis: Der Arzt informiert über Präventionsmaßnahmen und klärt über die Bedeutung von regelmäßigen Kontrollen auf.
  • Positives Testergebnis: Falls eine Infektion festgestellt wird, wird der Arzt eine gezielte Therapie einleiten und Sie über den Schutz Ihrer Sexualpartner informieren.
  • Kontrolluntersuchungen: Nach einer Behandlung ist oft ein weiterer Test notwendig, um sicherzustellen, dass die Infektion vollständig geheilt ist.

Kosten des Harntests auf sexuell übertragbare Erkrankungen

Der Harntest auf sexuell übertragbare Erkrankungen kostet 55,00 Euro. In diesem Preis sind folgende Leistungen enthalten:

  • Urinprobeentnahme: Anleitung zur korrekten Abgabe einer Urinprobe, die für den Test benötigt wird.
  • Labordiagnostik: Analyse der Urinprobe auf das Vorhandensein von Erregern sexuell übertragbarer Infektionen wie Chlamydien oder Gonokokken (Erreger der Gonorrhoe).
  • Befundbesprechung: Erläuterung der Testergebnisse und gegebenenfalls Einleitung weiterer diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen.

Verwandte Artikel