
Hypospadie
Ursachen von Hypospadie
Die genauen Ursachen von Hypospadie sind nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass genetische und hormonelle Faktoren eine Rolle spielen. Mögliche Ursachen sind:
- Genetische Veranlagung: In einigen Familien kommt Hypospadie häufiger vor.
- Hormonelle Störungen während der Schwangerschaft, die die Entwicklung der Geschlechtsorgane beeinflussen.
- Umweltfaktoren, wie die Exposition der Mutter gegenüber bestimmten Chemikalien während der Schwangerschaft, können ebenfalls eine Rolle spielen.
Symptome von Hypospadie
- Die Harnröhre mündet an einer abnormen Stelle am Penis, oft weiter unten am Schaft
- Abnorme Krümmung des Penis (Chordee)
- Schwierigkeiten beim Zielen des Harnstrahls beim Wasserlassen
- Vermehrte Vorhaut auf der Oberseite des Penis und fehlende auf der Unterseite
Diagnose von Hypospadie
Hypospadie wird in der Regel unmittelbar nach der Geburt bei einer körperlichen Untersuchung festgestellt. In einigen Fällen können zusätzliche Untersuchungen wie ein Ultraschall durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass keine weiteren Fehlbildungen des Urogenitaltrakts vorliegen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Hypospadie
- Operative Korrektur: In den meisten Fällen wird eine Operation empfohlen, um die Harnröhre in die richtige Position zu verlagern und eventuell vorhandene Penisverkrümmungen zu korrigieren. Diese Operation wird in der Regel im ersten oder zweiten Lebensjahr durchgeführt.
- Postoperative Pflege: Nach der Operation ist eine sorgfältige Nachsorge erforderlich, um Komplikationen zu vermeiden und eine normale Funktion sicherzustellen.
Präventionsmaßnahmen bei Hypospadie
Da die genauen Ursachen von Hypospadie nicht vollständig bekannt sind, gibt es keine spezifischen Präventionsmaßnahmen. Es wird jedoch empfohlen, während der Schwangerschaft Risikofaktoren wie die Exposition gegenüber schädlichen Chemikalien zu minimieren und auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise zu achten.
Häufige Patientenfragen zur Hypospadie
Es gibt verschiedene chirurgische Techniken zur Korrektur einer Hypospadie, abhängig von der Schwere des Falls. Zu den häufigsten Verfahren gehören die Tubularized Incised Plate (TIP)-Urethroplastik und die Onlay-Lappenplastik. Das Ziel der Operation ist es, die Harnröhre zu rekonstruieren und den Harnstrahl nach vorne zu verlagern.
Eine Hypospadie wird üblicherweise im Alter von 6 bis 18 Monaten operativ behandelt, da die Heilung bei kleinen Kindern besser verläuft und das Risiko für Komplikationen geringer ist. Bei späterer Diagnose oder schwereren Formen kann die Operation auch im späteren Kindesalter durchgeführt werden.
Zu den möglichen Komplikationen nach einer Hypospadie-Operation gehören Fisteln (kleine Löcher in der Harnröhre), Narbenbildung, Strikturen (Verengungen der Harnröhre) und selten Infektionen. Eine erneute Operation kann in einigen Fällen erforderlich sein, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
In der Regel hat eine Hypospadie keinen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Bei schwereren Formen der Hypospadie, die nicht behandelt werden, könnte es jedoch Probleme beim Geschlechtsverkehr geben, die die Fruchtbarkeit indirekt beeinträchtigen könnten. Eine erfolgreiche Operation korrigiert jedoch in den meisten Fällen die anatomische Funktion vollständig.