
Nierentumor
Ursachen von Nierentumor
Die genauen Ursachen von Nierentumoren sind nicht vollständig geklärt, aber bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Nierenkrebs zu erkranken. Dazu gehören Rauchen, hohe Blutdruckwerte, Fettleibigkeit, chronische Niereninsuffizienz, eine langjährige Therapie mit Schmerzmitteln sowie Belastungen durch Chemikalien wie Cadmium und Blei. Genetische Faktoren und eine familiäre Vorbelastung können ebenfalls eine Rolle spielen.
Symptome von Nierentumor
- Blut im Urin (Hämaturie)
- Anhaltende Schmerzen im unteren Rücken oder an der Seite
- Gewichtsverlust ohne ersichtlichen Grund
- Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein
- Fieber, das nicht durch eine Infektion erklärt werden kann
Diagnose von Nierentumor
Die Diagnose erfolgt meist durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Diese Methoden helfen, die Größe und Lage des Tumors zu bestimmen und die beste Behandlungsstrategie zu entwickeln. In einigen Fällen wird auch eine Biopsie durchgeführt, um die Art des Tumors zu bestätigen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Nierentumor
- Konservativ: Bei kleinen, langsam wachsenden Tumoren kann eine abwartende Überwachung unter regelmäßigen Kontrollen in Erwägung gezogen werden.
- Medikamentös: Bei fortgeschrittenen oder metastasierten Nierentumoren können gezielte Therapien oder Immuntherapien eingesetzt werden, um das Tumorwachstum zu kontrollieren.
- Operativ: Die häufigste Behandlungsmethode ist die chirurgische Entfernung des Tumors. Dabei kann entweder der betroffene Teil der Niere (teilweise Nephrektomie) oder die gesamte Niere (radikale Nephrektomie) entfernt werden. Oft wird der Eingriff minimal-invasiv mittels laparoskopischer Chirurgie durchgeführt.
Präventionsmaßnahmen bei Nierentumor
Die Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und der Kontakt mit schädlichen Chemikalien kann das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken, reduzieren. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine gesunde Lebensweise tragen ebenfalls zur Vorbeugung bei.
Häufige Patientenfragen zu Nierentumoren
Nierenkrebs ist eine relativ seltene Tumorerkrankung. In Deutschland erkranken jährlich etwa 8.864 Männer und 5.165 Frauen neu an Nierenkrebs, insgesamt also knapp 14.000 Menschen. Besonders häufig wird Nierenkrebs zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr diagnostiziert.
Risikofaktoren für die Entwicklung von Nierenkrebs sind unter anderem Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und bestimmte erbliche Erkrankungen. Auch der berufliche Umgang mit der Chemikalie Trichlorethen kann das Risiko erhöhen.
Die Diagnose erfolgt häufig zufällig im Rahmen bildgebender Untersuchungen wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT). Diese Verfahren ermöglichen es, Tumoren in der Niere zu erkennen und deren Ausdehnung zu bestimmen.
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten. In frühen Stadien ist die operative Entfernung des Tumors die bevorzugte Methode. Bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Nierenkrebs kommen medikamentöse Therapien wie zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien zum Einsatz.
Die Prognose hängt maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Wird der Tumor frühzeitig entdeckt, sind die Heilungschancen gut. In fortgeschrittenen Stadien mit Metastasen ist die Prognose ungünstiger, jedoch können moderne Therapien das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.