
Penisverkrümmung (Peyronie-Krankheit)
Ursachen der Penisverkrümmung
Die genauen Ursachen der Penisverkrümmung sind nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass Verletzungen des Penis, genetische Faktoren und möglicherweise Autoimmunreaktionen eine Rolle spielen. Bei der angeborenen Form, auch kongenitale Penisdeviation genannt, entwickelt sich die Bindegewebshülle des Schwellkörpers in der Fetalphase ungleichmäßig. Bei der erworbenen Form (Induratio penis plastica, IPP) führen wiederkehrende Mikroverletzungen zu Vernarbungen, die die Elastizität der Schwellkörper beeinträchtigen.
Symptome der Penisverkrümmung
- Unnatürliche Krümmung des Penis bei Erektion
- Knotenartige Verhärtungen (Plaques) im Penis
- Schmerzen, insbesondere bei Erektion
- Verkürzung des Penis
- Erektionsstörungen in fortgeschrittenen Stadien
Die Erkrankung verläuft oft in zwei Phasen: einer akuten Phase mit Schmerzen und sich verschlechternder Krümmung, und einer chronischen Phase, in der die Symptome stabil bleiben.
Diagnose der Penisverkrümmung
Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und Anamnese. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT oder Röntgen können helfen, die Ausdehnung der Plaques und eventuelle Entzündungen sichtbar zu machen. In einigen Fällen wird den Patienten empfohlen, Fotos des erigierten Penis aus verschiedenen Perspektiven zu machen, um den Verlauf der Krankheit besser beurteilen zu können.
Behandlungsmöglichkeiten bei Penisverkrümmung
Konservative Methoden: Medikamentöse Therapie und Injektionen können helfen, die Symptome zu lindern und die Krümmung zu reduzieren.
- Medikamentöse Therapie: Medikamente wie Vitamin E oder Verapamil können oral eingenommen oder direkt in die Plaques injiziert werden.
- Schwere des Eingriffs: Minimal-invasiv.
- Dauer des Eingriffs: Variiert je nach Methode.
- Nachbehandlung: Regelmäßige Nachsorge und physiotherapeutische Übungen können erforderlich sein.
Operative Methoden: In schweren Fällen kann eine chirurgische Korrektur erforderlich sein.
- Plication (Raffung): Bei diesem Verfahren wird die gesunde Seite des Penis gerafft, um die Krümmung auszugleichen.
- Exzision und Grafting (Entfernung und Transplantation): Entfernen des Narbengewebes und Einsetzen von gesundem Gewebe zur Wiederherstellung der Form.
- Penile Prothesen: In extremen Fällen kann die Implantation einer Prothese notwendig sein.
- Schwere des Eingriffs: Operativ.
- Dauer des Eingriffs: Abhängig von der gewählten Methode.
- Nachbehandlung: Intensive Nachsorge und eventuelle physiotherapeutische Betreuung sind notwendig.
- Erfolgswahrscheinlichkeit: Hoch bei individueller Anpassung und richtiger Nachbehandlung.
Präventionsmaßnahmen bei Penisverkrümmung
Spezifische Präventionsmaßnahmen sind nicht bekannt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können jedoch helfen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und Komplikationen zu vermeiden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Urologen sind entscheidend.
Häufige Patientenfragen zur Penisverkrümmung (Peyronie-Krankheit)
Die Peyronie-Krankheit, auch Induratio penis plastica genannt, ist eine erworbene Penisverkrümmung, die durch die Bildung von Narbengewebe (Plaques) im Schwellkörper des Penis verursacht wird. Dies führt zu einer abnormen Krümmung des erigierten Penis, die Schmerzen und Erektionsprobleme verursachen kann.
Die Peyronie-Krankheit betrifft etwa 10% aller Männer, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass Mikrotraumata des Penis, beispielsweise durch Geschlechtsverkehr oder sportliche Aktivitäten, in Kombination mit genetischen Faktoren und abnormen Wundheilungsprozessen zur Bildung von Narbengewebe führen können.
Betroffene bemerken häufig eine zunehmende Krümmung des erigierten Penis, die mit Schmerzen einhergehen kann. Zudem können tastbare Verhärtungen (Plaques) im Penisschaft auftreten, die zu Erektionsstörungen und einer Verkürzung des Penis führen können.
In einigen Fällen kann es zu einer spontanen Besserung kommen, jedoch bleibt die Verkrümmung bei vielen Betroffenen bestehen oder schreitet fort. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern.