Urologenzentrum Wien - Prostatasteine: Abbildung eines Mannes mit Beschwerden im Beckenbereich.

Prostatasteine

Prostatasteine, auch als Prostatolithen bezeichnet, sind kleine Ablagerungen oder Kalkansammlungen, die sich in der Prostata bilden. Diese Steine können symptomlos bleiben, aber in einigen Fällen Beschwerden verursachen, insbesondere wenn sie den Harnfluss behindern oder zu Entzündungen führen. Prostatasteine sind meist gutartig, können jedoch bei einigen Männern zu wiederkehrenden Infektionen oder chronischen Schmerzen führen.

Ursachen von Prostatasteinen

Prostatasteine entstehen in der Regel durch die Verkalkung von Sekreten in den Gängen der Prostata. Die genaue Ursache ihrer Bildung ist nicht immer klar, jedoch gibt es einige häufige Faktoren, die zur Entwicklung von Prostatasteinen beitragen:

  • Chronische Prostatitis (Entzündung der Prostata), die die Ansammlung von Sekreten begünstigt
  • Stauungen in den Prostatagängen, die das Abfließen von Prostatasekreten verhindern
  • Harnrückfluss aus der Harnröhre in die Prostata, was zur Ablagerung von Harnsalzen führen kann

Symptome von Prostatasteinen

  • Schmerzen oder Unbehagen im Becken- oder Genitalbereich
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder schwacher Harnstrahl
  • Häufige Harnwegsinfektionen
  • Blut im Urin oder im Ejakulat
  • Schmerzen beim Samenerguss

Diagnose von Prostatasteinen

Die Diagnose wird häufig zufällig bei bildgebenden Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen oder Computertomographie (CT) gestellt, wenn diese aus anderen Gründen durchgeführt werden. In einigen Fällen wird die Diagnose durch eine digitale rektale Untersuchung bestätigt, bei der der Arzt die Prostata abtastet. Bei Verdacht auf eine Entzündung oder Infektion können Urin- und Bluttests durchgeführt werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatasteinen

  • Konservative Behandlung: In vielen Fällen, in denen Prostatasteine keine Beschwerden verursachen, ist keine Behandlung erforderlich. Bei leichten Symptomen kann eine Behandlung mit Schmerzmitteln oder entzündungshemmenden Medikamenten empfohlen werden.
  • Antibiotika: Bei wiederkehrenden Infektionen, die durch die Steine verursacht werden, können Antibiotika eingesetzt werden, um die Entzündung zu bekämpfen.
  • Chirurgische Entfernung: Wenn Prostatasteine schwere Symptome oder Komplikationen wie Harnwegsinfektionen oder Blockaden verursachen, kann eine chirurgische Entfernung der Steine erforderlich sein. Dies wird in der Regel endoskopisch durchgeführt.

Präventionsmaßnahmen bei Prostatasteinen

Zur Vorbeugung von Prostatasteinen sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, um Entzündungen oder andere Prostataprobleme frühzeitig zu erkennen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung von Harnwegsinfektionen können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko der Steinbildung zu verringern.


Häufige Patientenfragen zu Prostatasteinen

Prostatasteine sind kleine Verkalkungen, die sich in der Prostata bilden. Sie entstehen, wenn Sekrete oder Zellreste in der Prostata durch Entzündungen oder eine Blockade nicht richtig abfließen können. Diese Ablagerungen verkalken im Laufe der Zeit und bilden Steine. Prostatasteine sind meist harmlos, können aber gelegentlich Symptome verursachen.

Ja, Prostatasteine kommen häufig ohne Symptome vor und werden oft nur zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen entdeckt. In vielen Fällen verursachen sie keine Beschwerden und bleiben unbemerkt.

In den meisten Fällen beeinträchtigen Prostatasteine die Funktion der Prostata nicht. Allerdings können sie, wenn sie groß sind oder Entzündungen verursachen, zu Symptomen wie Schmerzen, häufigem Wasserlassen oder Infektionen führen, die die Lebensqualität und das Wohlbefinden beeinträchtigen.

Verwandte Artikel