
Vorhautverengung
Ursachen der Phimose
Die Ursachen einer Vorhautverengung können vielfältig sein. Bei Neugeborenen und Säuglingen ist eine gewisse Enge der Vorhaut normal und meist nicht besorgniserregend. Eine Vorhautverengung kann durch Vernarbung entstehen, wenn die Vorhaut zu früh und gewaltsam zurückgezogen wird. Infektionen und Entzündungen, wie Balanitis (Entzündung der Eichel), können ebenfalls zu einer Phimose führen.
Symptome der Vorhautverengung
- Schwierigkeiten oder Unfähigkeit, die Vorhaut über die Eichel zurückzuziehen (bei vollständiger Phimose auch im schlaffen Zustand).
- Schmerzen beim Wasserlassen oder während der Erektion.
- Wiederkehrende Entzündungen oder Infektionen der Vorhaut und Eichel.
- Auftreten einer ballonartigen Schwellung unter der Vorhaut beim Urinieren.
Diagnose der Vorhautverengung
Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung durch einen Urologen. In den meisten Fällen kann die Diagnose durch einfache Inspektion und Anamnese gestellt werden. Bei Verdacht auf eine zugrunde liegende Infektion kann eine Urinprobe zur weiteren Untersuchung entnommen werden.
Behandlungsmöglichkeiten bei Vorhautverengung
Konservativ: Topische Steroidcremes können verwendet werden, um die Vorhaut zu erweichen und die Dehnbarkeit zu verbessern. Die Anwendung erfolgt in der Regel über mehrere Wochen.
Physiotherapie: Dehnübungen der Vorhaut, die vorsichtig und regelmäßig durchgeführt werden, können ebenfalls hilfreich sein.
Ergonomische Hilfsmittel: Verwendung von speziellen Gels oder Salben zur Unterstützung der Dehnungsübungen.
Medikamente: Entzündungshemmende Medikamente zur Behandlung begleitender Entzündungen oder Infektionen.
Operativ: Wenn konservative Methoden nicht erfolgreich sind, kann eine Zirkumzision (Beschneidung) oder eine präputiale Plasty (chirurgische Erweiterung der Vorhaut) erforderlich sein.
- Schwere des Eingriffs: Operativ
- Dauer des Eingriffs: Kurz, meist als ambulanter Eingriff durchgeführt
- Nachbehandlung: Regelmäßige Nachuntersuchungen zur Überwachung der Heilung
- Erfolgswahrscheinlichkeit: Hoch, besonders bei vollständiger Zirkumzision
Präventionsmaßnahmen bei Vorhautverengung
Es gibt keine spezifischen Präventionsmaßnahmen, aber eine sanfte und vorsichtige Handhabung der Vorhaut bei Kindern kann das Risiko einer Narbenbildung und somit einer sekundären Phimose verringern. Eine gute Hygiene und die Vermeidung von gewaltsamem Zurückziehen der Vorhaut sind ebenfalls wichtig.
Häufige Patientenfragen zur Vorhautverengung (Phimose)
Ja, bei Neugeborenen und Kleinkindern ist eine enge Vorhaut häufig und meist physiologisch. In den meisten Fällen löst sich diese Enge bis zum Ende des fünften Lebensjahres von selbst.
Eine Behandlung ist erforderlich, wenn die Phimose Beschwerden verursacht, wie wiederkehrende Entzündungen, Probleme beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei symptomfreien Kindern ist oft keine sofortige Therapie notwendig.
Konservative Therapien umfassen die Anwendung von kortisonhaltigen Salben zur Dehnung der Vorhaut. Bei ausgeprägten Fällen kann ein chirurgischer Eingriff, wie die vollständige oder teilweise Entfernung der Vorhaut (Zirkumzision), in Betracht gezogen werden.
Ja, mögliche Komplikationen sind wiederkehrende Entzündungen, Harnwegsinfektionen und in seltenen Fällen eine Paraphimose, bei der die zurückgezogene Vorhaut nicht mehr nach vorne geschoben werden kann und die Eichel abschnürt.
Eine sanfte und vorsichtige Handhabung der Vorhaut, insbesondere bei Kindern, kann das Risiko einer Narbenbildung und somit einer sekundären Phimose verringern. Gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut sollte vermieden werden.