Urologenzentrum Wien - Wasserbruch des Hoden bei einem Mann, Beschwerden und Schwellung im Hodenbereich.

Wasserbruch des Hodens

Der Wasserbruch des Hodens, medizinisch als Hydrozele bezeichnet, ist eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Hodenhülle, die zu einer Schwellung des Hodensacks führt. Diese Erkrankung ist in der Regel schmerzlos und tritt häufig bei Neugeborenen auf, kann jedoch auch bei älteren Männern auftreten. Eine Hydrozele ist in den meisten Fällen harmlos, kann jedoch auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen und sollte daher untersucht werden.

Ursachen von Wasserbruch des Hodens

Eine Hydrozele kann entweder angeboren oder erworben sein. Bei Neugeborenen ist sie oft das Ergebnis eines nicht vollständig verschlossenen Leistenkanals, durch den Flüssigkeit aus der Bauchhöhle in den Hodensack fließt. Bei Erwachsenen können die Ursachen vielfältig sein:

  • Verletzungen oder Entzündungen des Hodens oder Nebenhodens: Traumata oder Infektionen, wie Epididymitis, können zu einer Ansammlung von Flüssigkeit führen.
  • Chronische Erkrankungen: Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose können eine Flüssigkeitsansammlung im Körper begünstigen, einschließlich im Hodensack.
  • Postoperative Komplikationen: Eine Hydrozele kann nach einer Operation im Genital- oder Leistenbereich auftreten.

Symptome von Wasserbruch des Hodens

  • Schwellung des Hodensacks, die sich oft schmerzlos entwickelt
  • Spannungsgefühl im Hodensack
  • In einigen Fällen eine Zunahme der Schwellung im Laufe des Tages
  • Bei großen Hydrozelen kann das Gewicht des Hodensacks zu Unbehagen oder Schmerzen führen

Diagnose von Wasserbruch des Hodens

Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung gestellt. Der Arzt kann den Hodensack abtasten und eine sogenannte Diaphanoskopie durchführen, bei der eine Lichtquelle durch den Hodensack gehalten wird, um die Flüssigkeitsansammlung zu erkennen. Zusätzlich kann ein Ultraschall verwendet werden, um die Hydrozele von anderen möglichen Ursachen der Schwellung, wie Tumoren oder Hernien, abzugrenzen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Wasserbruch des Hodens

  • Beobachtung: In vielen Fällen, insbesondere bei Neugeborenen, bildet sich die Hydrozele von selbst zurück und erfordert keine Behandlung. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können jedoch notwendig sein.
  • Chirurgische Entfernung: Wenn die Hydrozele bei Erwachsenen Beschwerden verursacht oder sich nicht von selbst zurückbildet, kann eine Operation (Hydrozelektomie) durchgeführt werden, bei der die Flüssigkeit abgelassen und der Hohlraum verschlossen wird.
  • Punktion: In seltenen Fällen kann die Flüssigkeit durch eine Nadel entfernt werden, obwohl dies meist nur eine vorübergehende Lösung ist, da die Hydrozele häufig wieder auftritt.

Präventionsmaßnahmen bei Wasserbruch des Hodens

Es gibt keine spezifischen Maßnahmen zur Prävention einer Hydrozele, da sie oft angeboren oder durch Verletzungen verursacht wird. Um das Risiko einer Hydrozele zu verringern, ist es wichtig, Verletzungen im Genitalbereich zu vermeiden und Entzündungen oder Infektionen schnell zu behandeln.


Häufige Patientenfragen zur Hydrozele (Wasserbruch des Hoden)

Ja, eine Hydrozele ist bei Neugeborenen relativ häufig und oft harmlos. Sie entsteht durch Flüssigkeitsansammlungen um den Hoden und verschwindet in den meisten Fällen innerhalb des ersten Lebensjahres von selbst.

Bei Säuglingen und Kindern verschwindet eine Hydrozele oft von allein und benötigt in der Regel keine Behandlung. Bei Erwachsenen hingegen bleibt eine Hydrozele meist bestehen und kann bei Beschwerden eine operative Behandlung erforderlich machen.

Die Genesungszeit nach einer Hydrozele-Operation beträgt normalerweise ein bis zwei Wochen. Während dieser Zeit sollte körperliche Anstrengung vermieden werden, um die Heilung zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden.

Es gibt keine spezifischen Maßnahmen zur Verhinderung einer Hydrozele, da sie oft ohne klaren Grund entsteht. Ein gesunder Lebensstil und die Vermeidung von Verletzungen im Genitalbereich können jedoch dazu beitragen, das Risiko zu minimieren.

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