Weibliche Sexualität

Weibliche Sexualität ist ein komplexes und vielschichtiges Thema, das in der Medizin oft nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhält wie die männliche Sexualität. Sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen können verschiedene Bereiche betreffen, darunter den Sexualtrieb, die Erregbarkeit, die vaginale Feuchtigkeit, das Orgasmusvermögen und die Orgasmusbefriedigung.

Ursachen von sexuellen Funktionsstörungen bei Frauen

Die Ursachen für sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen sind vielfältig und können körperliche, psychologische und hormonelle Faktoren umfassen. Zu den häufigsten Ursachen gehören hormonelle Veränderungen während der Menopause, Stress, Angst, Depressionen, bestimmte Medikamente und chronische Krankheiten. Anatomische Probleme, wie vaginale Trockenheit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, können ebenfalls eine Rolle spielen.

Symptome sexueller Funktionsstörungen bei Frauen

  • Verminderter Sexualtrieb
  • Schwierigkeiten bei der Erregung und vaginale Trockenheit
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen
  • Unzufriedenheit mit dem Sexualleben

Diagnose von sexuellen Funktionsstörungen

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung. Fragebögen wie die Arizona Sexual Experience Scale (ASEX) können helfen, den Grad der sexuellen Funktionsstörung zu bestimmen. Weitere diagnostische Maßnahmen können Hormonuntersuchungen und bildgebende Verfahren umfassen, um körperliche Ursachen auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten bei sexuellen Funktionsstörungen

  • Konservativ: Änderungen des Lebensstils, wie regelmäßige körperliche Aktivität und Stressmanagement, können helfen. Beckenbodentraining und gezielte Physiotherapie können die sexuelle Funktion verbessern. 
  • Medikamentös: Hormontherapien können bei hormonbedingten Störungen helfen. In einigen Fällen können auch Antidepressiva oder andere Medikamente eingesetzt werden. 
  • Therapeutisch: Psychotherapie oder Sexualtherapie kann helfen, psychologische Barrieren abzubauen und die sexuelle Funktion zu verbessern. Partnerschaftsberatung kann ebenfalls unterstützend wirken. 
  • Ergänzende Maßnahmen: Verwendung von Gleitmitteln zur Reduktion von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Techniken zur Verbesserung der sexuellen Kommunikation zwischen Partnern.

Präventionsmaßnahmen bei sexuellen Funktionsstörungen

Eine gesunde Lebensweise, regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können das Risiko sexueller Funktionsstörungen verringern. Offene Kommunikation mit dem Partner und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ebenfalls wichtig, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.


Häufige Fragen zu sexuellen Funktionsstörungen bei Frauen

Zu den häufigsten sexuellen Funktionsstörungen zählen:

  • Vermindertes sexuelles Verlangen (Libidomangel)
  • Schwierigkeiten bei der sexuellen Erregung
  • Orgasmusstörungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • Unwillkürliche Verkrampfungen der Vaginalmuskulatur (Vaginismus)

Die Ursachen sind vielfältig und können körperlicher, psychischer oder sozialer Natur sein. Häufige Faktoren sind hormonelle Veränderungen, chronische Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Stress, Angst, Depressionen sowie Beziehungsprobleme.

Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Stressmanagement kann präventiv wirken. Zudem sind offene Kommunikation in der Partnerschaft und regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchungen wichtig.

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